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Portrait: Eine gute Seele auf zwei Rädern

Laura Usinger beschloss, nach dem Studium die Welt zu erkunden. Mit jedem Kilometer sammelt sie nicht nur Erfahrungen, sondern auch Spenden für das Kwak-Haus.

Es ist keine leichte Reise, die sich die Kulturpädagogin aus Krefeld und ihr Lebensgefährte Christian van Rens ausgesucht haben. Sie führt durch Regionen mit verschiedenen Klimabedingungen von klirrend-kalt bis schwül-warm, verschiedenen Kulturen und politischen Systemen.



„Unsere Motivation ist das Erleben, nicht, irgendwelche Rekorde zu brechen“, stellt Laura Usinger klar. Andere Menschen, anderes Essen, andere Religionen, Schriften und viele andere Punkte nennt die 25-Jährige, die sie neugierig machen.

„Wir wollen viel mehr als einfach nur reisen.“ (Laura Usinger)

Die junge Akademikerin ist in Goch geboren, kennt daher die in Deutschland und den Niederlanden tätige Herman-van-Veen-Stiftung und die Alfred-Jodocus Kwak-Häuser, die schwerkranken und sozial benachteiligten Kindern mit ihren Eltern als Feriendomizil dienen.

Ein neues Haus ist in Goch geplant, Laura und Christian entschieden sich, mit ihrer Rad-Tour zu helfen. „Wir wollen mehr, als einfach nur reisen“, so Usinger.

Einige Vorbereitungen waren nötig: „Zehn Monate lang hieß es, das Studium zu beenden, Geld verdienen und organisieren.“ Aufgabe war es, Sponsoren zu finden, um die nötige Ausrüstung zu beschaffen. „Das fing bei den Rädern an, über Regenkleidung, Kamera, Ersatzteile bis zum Fahrradcomputer und Höhenmesser.“

Schließlich ist die Tour durch Asien kein Sonntagsausflug. Mit jeweils sechs Fahrradtaschen ging es in Bangkok los. Der Tagesablauf sieht je nach Region verschieden aus.

„In Indien starten wir früh um fünf Uhr, weil es mittags zu heiß ist. In Nord-Yunnan starten wir nach neun Uhr, weil es morgens zu kalt ist und die Finger sonst am Lenkrad festfrieren würden.“ Schlafplätze gebe es reichlich: „Man muss nur Einheimische fragen und in anderen Fällen haben wir immer noch unser Zelt dabei.“

Auf die Frage nach den Unruhen in Bangkok zu Beginn ihrer Reise entgegnete Usinger: „Wir haben nie Gefahr gespürt. Aber wir müssen voller Konzentration auf den Straßen fahren. Krankenhäuser sind oft hunderte von Kilometern entfernt.“

Problematisch sind eher amtliche Belange – die chinesischen Behörden verweigerten die Einreise nach Tibet und lehnten eine Verlängerung des Visums ab.

„Wir hatten uns so auf das Dach der Welt gefreut. Die Ablehnung hatte zur Folge, dass ein Teil der Strecke mit Bus und Flugzeug zurückgelegt werden musste.“ Berge und Schnee wurden gegen flacheres Land und Hitze in Vietnam sowie Indien getauscht.

Aber auch in Indien lief die Reise nicht ohne Hindernisse ab: „Wir haben das erste Mal unsere Etappe durch die Berge aufgeben müssen, bei über 40 Grad Hitze und ohne Fahrtwind und Schatten war es unmachbar, mit dem Fahrrad weiter zu fahren.“

„Man wird öfter darüber nachdenken, dass das Einfache auch völlig ausreicht.“ (Laura Usinger)

Meist ist der Weg das Ziel, die vielen kleinen Begegnungen: „Kinder, die auf uns zurennen, die Räder und uns anfassen und anstarren und wenn sie englisch können, uns mit Fragen Löchern.“ Ihnen begegnet Gastfreundschaft in Form von „tausend Geschenken, Einladungen zum Essen und Übernachten“.

Einmal sind ein paar Frauen schreiend weggerannt. „Ein seltsames Gefühl, aber verständlich, wenn man sich vorstellt, dass einem Menschen zum ersten Mal im Leben Weisse mit Fahrradhelm und Sonnenbrille begegnen.“

Dass die Reise sie verändert hat, dessen ist sich Laura Usinger sicher. Inwiefern, werde sie erst von Freunden und Familie erfahren. Man werde öfter darüber nachdenken, dass das Einfache völlig ausreicht. Zum Beispiel, „dass zwei T-Shirts für neun Monate reichen, dass es schön ist, wenn man einfach jeden auf der Straße grüßt“.

Auch wenn sie manchmal Heimweh hat, denkt sie bereits darüber nach, welche Flecken der Erde noch zu entdecken sind.

Quelle: Westdeutsche Zeitung, Krefeld

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