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Tagebuch

Unser aktuelles Tagebuch

Aschermittwoch 24.02.09 Dali (Nord – Yunnan/China), 3674 km
Die letzten zwei Tage im schönen Laos waren auch die am gegensätzlichsten Tage, die wir in fast einem Monat in Laos verbrachten. Der Weg zu dem kleinen laotischen Städchen Ham Xay führte uns wie gewohnt über die schmale Hauptstraße. Dieses Stück der Straße war allerdings auch das brüchigste, staubigste und löcherigste Stück unserer bisherigen Laos Reise. Auch das Tagesmenü gestaltete sich einfältig. Morgens Foe – Nudelsuppe, mittags Foe und abends…! Am nächsten Tag begegnete uns ca 20 km vor der chinesischen Grenze eine makellose, in Autobahnbreite ausgebaute, Strasse mit sogar Leitplanken, welche wir selbst an den gefährlichsten Kurven der Laos Etappe niemals gesehen hatten.

Laos - letzte Etappe Ham Xay - Nudelsuppe die 3.

In Boten angekommen waren wir von diesem Ort, Stadt oder wie auch immer man diese Ansammlung von kantigen Hotelblöcken und Lagerhallen bezeichnen kann, vollkommen verblüfft. Dieser Ort liegt an erster Stelle wenn es um den schrecklichsten Ort der Reise geht. Gut ausgeschlafen in einem der völlig sterilen aber sauberen chinesischen Hotels überquerten wir die chinesische Grenze. Ein lachender Elefant auf einem Straßenschild begrüßte uns recht herzlich, 100 Meter weiter fuhren wir unter einem riesigen Stahlkonstrukt, welcher höher ist als jedes Gebauede in Laos, und erledigten die Einreiseformalitäten. Zwei junge Offizielle halfen uns mit Ihrem sehr guten Englisch -Kenntnissen freundlich aber auch sehr bestimmend weiter. “ Sind Sie verheiratet? Wo kommen Sie her? Was ist der Grund für Ihren Aufenthalt? Wo reisen sie überall hin? Auf welchem Weg verlassen Sie China?” Natürlich passten wir unsere Antworten etwas zum Wohlwollen der Beamten an! Willkommen im kommunistischen China!

Kurz hinter der Grenze rollten wir schon über die 2-spurige Autobahn. Schnell bemerkten wir, dass unsere Landkarte alles andere als aktuell war. Die Chinesen bauen einfach unaufhaltsam schnell. Auch in Mengla, einer Kleinstadt mit 500.000 Einwohnern. besteht größtenteils aus Baustellen. Hungrig dort angekommen aßen wir Kekse an der Tankstelle. Ein netter Chinese schenkte uns eine Tuete mit “Jaow tze” – warmen Maultaschen. Darüber haben wir uns echt gefreut. Weniger freuten wir uns über die wenig einladende Stadt bis wir einen jungen Chinesen trafen der Englisch sprach. Abends tranken wir gemeinsam ein Bier in einem traditionellen Dai Haus. Die Dai’s sind eine der ethnischen Minderheiten, die in China neben den Han Chinesen leben. In Yunnan leben die meisten der verschiedenen Völker in ganz China.

Im Laufe der letzten 48 Stunden fühlten wir uns weniger wohl in unserer Haut. China ist einfach ganzheitlich anders. Nach wie vor wird pausenlos gewürgt und sowohl draußen als auch drinnen gespuckt. Kinder haben anstatt Windeln einfach Schlitze in den Hosen und die öffentlichen Toiletten sind ernsthaft ekelerregend. Nur 50 cm hohe Trennwände trennen einem vom Nachbarn der über einem der Klolöcher sitzt. Und überall wird pausenlos geraucht und beim Essen im Restaurant wird einfach alles auf den Boden geworfen. Die Restaurants bisher ähneln einer klassischen deutschen Doppelgarage mit Stühlen und Hockern bestückt. Am nächsten Tag führten wir unsere Reise durch Xishuangbanna, so heißt die südlichste Provinz Yunnans mit ihrem sued-ost asiatischem Klima, fort. Die Region ist das zu Hause riesiger Regenwaldflächen und deren tierischer Artenvielfalt. Noch ein kleines Stück auf der Autobahn und dann auf die Landstraße, das war unser Plan. Auf dem kurzen Stück bemerkten wir, dass die Autobahn mitten durch die landwirtschaftlich genutzten Flächen gebaut wurden, sodass die Bauern nun mit Ihren Kindern täglich über alle Leitplanken klettern müssen um Ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

On the road Mit Steve

Auf der alten Landstrasse fuhren wir auf der einen Seite durch unberührtem Regenwald, auf der anderen Seite Millionen von Kautschuk Bäumen. Auch einige schöne Dörfer mit traditionellen Holzhäusern säumten den Weg. Abends übernachteten wir wiedermals in einem, diesmal wirklich kleinem, unschönen Örtchen. Natürlich sprach keiner Englisch. Keiner? Wir trafen auf einen Touristen und fragten uns was zur Hölle der hier macht und wie der hierher kam.. “Mit dem Fahrrad”, antwortete Steve. Beim gemeinsamen Abendessen entschlossen wir uns die nächsten 2 1/2 tage zusammen zu fahren bis Steve Richtung Vietnam weiterfährt. Am nächsten Morgen bemerkten wir, dass der Amerikaner selbst nach 4 monatigem Radfahren uns mühelos vorrausfuhr. In Jinghong zeigte er uns ein Foto an der Wand eines kleinen Fahrradladens auf dem sein Teamkollege abgebildet war. Steve fährt also professionell Mountainbike und ist der Teammechaniker. Kein Wunder!

Jinghong - normal Xishuangbanna - Teeanbau

Jinghong ist die Hauptstadt Xishuangbanna’s und mit den Palmenalleen und einer kleinen Touri-Szene eine wilkommene Abwechslung. Eine handvoll Restaurants hat sich darauf eingestellt und hat englische Speisekarten mit denen wir problemlos regionale Köstlichkeiten bestellten. Wir fuhren zu dritt weiter über die bergige Landstrasse. Die Landschaft veränderte sich durch die zahlreichen Berghänge auf denen Teebaume wachsen und Bauern mit Körben auf dem Ruecken das Nationalgetränk ernten. Am Ende des Tages in Daduang, imittem vom Teeanbaugebiet, angekommen wurden wir zum Tee eingeladen.
Am Abend beschlossen wir, dass wir nach mehr als 3500 km auf dem Fahrrad eine größere Etappe mit dem Bus zurück legen werden. Die Entscheidung viel schwer. Einerseits waren wir nicht so motiviert, da uns das Reisen in China bisher weniger gefiel, aber andererseits durchaus O.K war. Wir kalkulierten die Entfernung zur tibetischen Grenze erneut und mit unserer gesammelten Erfahrung der letzten Monate würde es heißen das wir 30 Tage ohne Pause fahren müssten. Anschließend würden wir dann das Visum verlängern und dann durch Tibet fahren. Die Nord-Sued-Ausdehnung Yunnan’s ist etwa doppelt so groß wie die Deutschland’s.
Also am nächsten Morgen bei 9 Grad mit Handschuhen und Jacke Richtung Puer aufgemacht und Nachmittags bei über 30 Grad den Busbahnhof erreicht und ein Ticket nach Dali gekauft. Chinesen kennen das Prinzip einer Warteschlange nicht, so verzögerte sich das ganze ein wenig. Außerdem sprachen wir kein Mandarin und nach längerem Suchen glücklicherweise eine Angestellte ein paar Worte Englisch.

Dali - 4000 Meter Berge und Altstadt Dali - oeffentliche Toilette

Während wir uns im Süden Yunnan ständig zwischen 800 u.N. und 1400 u.N. aufhielten liegt Dali bereits auf 1900 m. u..N. und zwischen einem 4000 m hohem Bergmassiv und einem großen See liegt. Morgens um 5 Uhr wurden wir vom Busfahren des Liegebusses geweckt und schraubten die Vorderräder unserer Fahrräder wieder fest. Nach einem Jaow-Tze Frühstück brachen wir auf um bei Sonneaufgang die 20 km in die Altstadt Dali’s zu fahren.
Um 7 Uhr fuhren wir durch ein kleines Stadttor und begrüßten einige Chinesen, die Tai Chi als Morgensport ausübten. Mit dem Bewusstsein, dass Dali touristisch ist, aber scheinbar doch ein “normales” Alltagsleben besitzt, suchten wir uns ein Zimmer. Laura ging im warmen Bett schlafen und ich suchte mir einen sonnigen Platz um einen Kaffee zu trinken.

Jetzt sitzen wir gerade in einem Café und hören sehr entspannte traditionelle Musik und unterhalten uns darüber, wie unsere Reise weitergeht. Diesmal haben wir keine beudeutsame Landesgrenze überschritten, aber dafür haben wir uns definitiv in eine andere Klimazone bewegt. In den nächsten 2 1/2 Wochen werden wir uns Richtung tibetischer Grenze bewegen. Mit gesunder Spannung werden wir bereits Höhenluft schnuppern, unter anderen Bedingungen Radfahren, Informationen über die politische Beschränkung der Reise durch Tibet und die Wetterlage auf den Pässen zusammentragen.
Nach 2 Tagen in Dali fühlen wir uns schon viel besser. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass wir uns schon mehr an die Kultur gewöhnt haben.

Gerade sagte Laura zu mir; “Ich glaube, es regnet!” Ich bin direkt raus gegangen und habe seit Sued-Thailand das erste Mal wieder einen Regentropfen auf den Kopf bekommen.
Während Laura noch ein wenig abwartend ist und gespannt ist, ob ihr die nächsten Tage zusagen werden oder nicht, kann ich es gerade nicht mehr abwarten um “mehr” zu entdecken. Ich freue mich endlich mal wieder kalten Wind um die Nase zu haben. Wir freuen uns auf die ersten Eindrücke von Tibet und die hoffentlich schöne Berglandschaft…




Meilensteine
01.01.Sukhothai Historical Park 40km 71hm
02.01.Sukhothai nach Phitsanoluk 63km
03.01.Phitsanolouk - homestay im Nirgendwo 80km 570hm
04.01.homestay - Nakhon Thai 26km 140hm
05.01.Nakhon Thai - Dan Sai 50km 721hm
06.01.Dan sai - Phu Ruea 39km 561hm
07.01.Phu Ruea - Loei 54km 460hm
09.01.Loei - Chiang Khan 56km 305hm
11.01.In Chiang Khan 21km 185hm
15.01.Chiang Khan - Pak Chom 60km 239hm
16.01.Pak Chom - Sang Khom 64km 340hm
18.01.Sang Khom - Tha Bo 62km 274hm
19.01.Tha Bo - Nong Khai 32km 20hm
22.01.Nong Khai - Vientiane 30km 80hm
25.01.Vientiane - Na Nan 102km 460hm
26.01.Na Nan - Vang Vien 108km 770hm
28.01.Vang Vien - "Hot Springs" 76km 961hm
29.01."Hot Springs" - Phou Khoun 26km 926hm
30.01.Phou Khoun - Kiew Kacham 52km 1080hm
31.01.Kiew Kacham - Luang Prabang 81km 971hm
06.02.Luang Prabang - Pak Mong 113km 916hm
07.02.Pak Mong - Oudomxay 84km 1686 hm
15.02.Oudomxai - Ham Xai 53 km 700 hm
16.02.Ham Xay - boten 54 km 633 hm
17.02.Boten, Laos - Mengla, China 56 km 282 hm
18.02.Mengla - Mengyuan 54 km 915 hm
19.02.Mengyuan - Menglun 53 km 734 hm
20.02.menglun - Jinghong 74 km 1358 hm
22.02.Jinghong - Daduang 75 km 1331 hm
23.02.Daduang - Puer 85 km 810 hm
24.02.Xiaguan - Old Dali 17 km 145 hm



Ältere Tagebucheinträge


14.02.09 - Oudomxay
01.02.09 - Luang Prabang
21.01.09 - Nong Khai
09.01.09 - Loei - Chiang Khan
02.01.09 - Phitsanoluk
21.12.08 - Krung Thep (Bangkok)
07.12.08 - Prachuap Khirikhan
25.11.08 - Khura Buri
21.11.08 - Ton Sai Beach
13.11.08 - Krabi, in der Nähe von Rai Leh Beach
05.11.08 - 09.11.08 - Ankunft und die ersten Tage
01.11.08 - 4.11.08 - letzten Tage vor dem Abflug