Web_Dat Druck_Dat
Unsere Sponsoren: Harald Siepermann - Herman van Veen Stiftung - Stadt Goch - DRUCK_DAT - WEB_DAT - Radsport Giltjes - Tout Terrain - W. L. Gore & Associates GmbH - Rohloff AG - THONNET - Katadyn Deutschland GmbH - Biwakschachtel - Busch & Müller KG - Cycle Parts GmbH - ODLO International AG - Ralf Bohle GmbH - Optik Bremer - Poorte Jäntje - Die Continentale - SUUNTO - Roeckl
www.kwakfaehrtumdiewelt.de

SPENDEN / KM

Unterstützen auch Sie das Kwak-Haus, und spenden Sie pro Kilometer!

Zusammen mit unseren Part-
nern, der Herman van Veen-Stiftung und der Stadt Goch,...

mehr Infos darüber >>

TAGEBUCH

Unser aktuelles Tagebuch.

Hier erfahren Sie in regelmä-
ßigen Abständen neue Infor-
mationen über unsere Tour.

erfahren Sie mehr darüber >>

Tagebuch

Unser aktuelles Tagebuch

15.03.09 Shangri La/Zhongdian/Gyalthang, Tachostand 4203 km
Ohne dass wir es wussten fuhren wir die letzten Tage von Lijang nach Zhongdian in eine politische Sackgasse. Endstation für uns hier. Tibet ist für den kompletten März für Touristen gesperrt und dies gilt ebenfalls für manche angrenzende Gebiete. Wir wussten von Anfang an unserer Reise, dass dieser Teil schwierig bis unmachbar werden könnte. Und schmiedeten also einen Plan B: ...von hier aus weiter Richtung Norden, in die Provinz Sichuan, die ebenfalls zum grössten Teil von Tibetern bewohnt wird. Denn hier in den Bergen und in dieser anderen Kultur fühlen wir uns pudelwohl und finden es hochinteressant zu Reisen.

Gestern Mittag dann die Entscheidung zu Plan B, mit dem wir zufrieden waren...bis wir gestern Abend auf 3 belgische Fietser stießen, von denen wir wussten, dass sie uns einige Tage voraus waren. Als sie auftauchten wussten wir sofort was los war! Auch keine Chance durch Sichuan, die 3 wurden freundlich von den Ordnungskräften per Jeep zurück nach Zhongdian gebracht.

Auf zu Plan C! Das heißt hier geht es nicht weiter und morgen radeln wir wahrscheinlich zurück nach Lijang und von da aus geht es weiter. Wir sind etwas bedrückt, weil wir die beeindruckende Umgebung verlassen müssen. Aber wir sind auch zuversichtlich mit Plan C.

Die Tage bis hier war ein tolles Erlebnis, vielleicht die bisher spannendsten unserer Reise. Von Lijang fuhren wir eine Nebenstrasse durch den Snowmountain Nationalpark. Eine sehr vielseitige Strasse durch Pinienwälder, Schneegipfeln, stürmischen Abschnitten, 40 km langen Abfahrten auf Kopfsteinpflaster, unbewohnt, dann wieder Plätzen mit hunderten chinesischen Touristen auf einem Haufen, die Wasserfälle, Gondeln und Yaks besichtigten.

Laura in der Tigersprungschlucht Tigersprungschlucht - Panoramastrasse

Bis wir auf das ruhige Örtchen Daju stießen und von hier aus mussten wir die bekannte Tigersprungschlucht, eine der weltweit tiefsten Schluchten, mit eine Fähre überqueren. Schon als wir die Fährstelle unten entdeckten war uns klar, dass wir bis zur anderen Seite oben einige Stunden brauchen würden und übernachteten direkt oben an der Fähre. Am nächsten Morgen über einen schmalen, steilen Wanderweg runter, mit der Fähre rüber und auf der anderen Seite Stück für Stück mit der Fiets auf dem Rücken nach oben. Ein guter Sport.

40 km Schotterstrasse Daju - Trail zur Fähre überm Yangtze

Dann fuhren wir die Strasse durch die Schlucht und waren wirklich froh, dass wir diese "Arbeit" auf uns genommen hatten! Geniale Aussichten begleiteten uns die ganze Strasse bis nach Qiaotou. Für die ganze Strecke brauchten wir 3 statt geplantem 1 Tag.
Von dem kleinen Städtchen entschieden wir uns die größere Straße zu nehmen, da wir etwas müde von den vielen wirklich kaum befahrbaren Schotterstrassen waren. Wir wurden von einer 39 km kontinuierlich langen Strasse bergauf überrascht, wir dachten wir fuhren in den Himmel. Zu aller Erschöpfung waren wir hungrig, hatten schon alle Kekse aus unseren Taschen gegessen und fuhren hungrig bergauf...bis uns ein Tibeter heranwinkte und gestikulierte dass wir dort oben in seiner Hütte etwas essen könnten. Was waren wir glücklich! Das Mädchen machte in der Holzhütte Feuer und wir bekamen Kartoffeln aus der Glut, Tsampa (Ein tibetischer Brei) und zum Höhepunkt Speckpfannekuchen, der echt wie zu Hause schmeckte! Unsere Geschmacksnerven machten Luftsprünge und wir konnten gut gesättigt unseren Weg fortsetzen.

Die letzten Kilometer stießen wir auf die ersten Gebetsfahnen und riesigen Yakwiesen. Eine unheimlich spannende Atmosphäre. Dieses warme, ruhige Gefühl begleitet uns hier in Zhongdian noch stets, da in der Stadt viele Tibeter leben. Wir erlebten hier den ersten Schnee von oben und sind froh über unsere Heizdecken im Bett. Der einzige Platz, der warm ist, denn alle Häuser sind auch von innen kalt.

Traditioneller Tanz auf dem Marktplatz in Zhongdian Tibet ruft

Zhongdian ist eine sehr gemuetliche Stadt. Jeden Abend tanzen hunderte von tibetischen Einwohnern auf dem Marktplatz zusammen zu traditioneller Musik. Toll! Wir probierten mitzuhalten, gar nicht so einfach. Nach vielen Eindrücken der tibetischen Lebensart, einem Besuch im Kloster, verlassen wir Zhongdian mit einem lachendem und einem weinenden Auge und schauen mal wohin es uns in China verschlägt.




Meilensteine
01.03.Jianchuan Lijang 81km 1042 hm
07.03.Lijang - Natioalpark 64 km 1311 hm
08.03.Nationalpark - Daju 48km 231 hm
09.03.Daju - Qiaotou 39 km 1000 hm
10.03.Qiaotou - Xiao Zhongdian 66 km 1673 hm
11.03.Xiao Zhongdian - Zhongdian 38 km 289 hm


<< Zurück



Ältere Tagebucheinträge


03.03.09 - Lijang
24.02.09 - Dali (Nord – Yunnan/China)
14.02.09 - Oudomxay
01.02.09 - Luang Prabang
21.01.09 - Nong Khai
09.01.09 - Loei - Chiang Khan
02.01.09 - Phitsanoluk
21.12.08 - Krung Thep (Bangkok)
07.12.08 - Prachuap Khirikhan
25.11.08 - Khura Buri
21.11.08 - Ton Sai Beach
13.11.08 - Krabi, in der Nähe von Rai Leh Beach
05.11.08 - 09.11.08 - Ankunft und die ersten Tage
01.11.08 - 4.11.08 - letzten Tage vor dem Abflug