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Tagebuch

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14.02.09 Oudomxay, Kilometerstand: 3143km
Sabadee! In Luang Prabang hatten wir sehr schöne Tage zusammen mit unseren Mitstreitern Brynn, Colin und Ken. Viele Tempel (u. a. einer mit einer Kunstschule für die Mönche), gutes Essen, gute Erholung und an einem Tag sogar auf einem Elefanten geritten. In Laos gibt es nur noch 600 dieser Lastentiere. Durch die "Modernisierung" werden heutzutage immer weniger Elefanten zur Arbeit eingesetzt und so haben die "Mahouts" (Elefantenführer)hier ein Projekt erarbeitet, so dass durch den Tourismus die Elefantendörfer erhalten werden können. Es war echt ein irres Gefühl auf dem Kopf des borstigen, rauen Elefanten zu reiten.

Nach 5 Tagen Ruhe war es am Anfang für unsere Beine merklich schwer wieder in die Pedalen zu treten...und dabei brauchten wir wirklich alle Kräfte, denn die 2 Fahrradtage bis Oudomxay hatten es in sich. Erst fuhren wir über kilometerlange Schotterstrassen mit viel Stauberei und Baustellen. Es ist interessant zu sehen, wie hier die Strassen asphaltiert werden. Bauarbeiter tragen Flip-Flops, es wird Feuer unter den Teer-Tonnen gemacht um ihn zu erhitzen und da es nur eine Straße gibt kann keine Umleitung gelegt werden. Daher fuhren wir über klebrigen, frischen Asphalt, so dass wir fast kleben blieben. Das ist wahrscheinlich auch der Grund warum die asphaltierten Straßen hier meistens in keinem guten Zustand sind.

Als nächste “Hürde” überfielen uns die ... Berge! In jedem Tal scheint es jedes Mal unmachbar das obere Ende zu erreichen. Aber wir entwickeln unsere Tricks. Einfach so tun als ob es nicht anstrengend wäre und mit Gelassenheit langsam in die Pedale treten. Denken man hätte gar kein Gepäck am Fahrrad. Immer an den Ausblick oben denken und das gute Gefühl. Und auf Motorengeräusche achten: Wenn ein Moped mit Motor entgegen kommt kann es nicht mehr lange bis oben sein, wenn das Moped den Motor aus hat rollt es schon eine Weile runter....
Und mit das Beste beim Fahrrad fahren sind natürlich die Pausen. Das sind auch immer die schönsten Momente mit den Einheimischen Kontakt aufzunehmen. Die Meisten kommen sowieso in Scharen auf einen zu, sobald wir anhalten. So kommt es oft vor, dass wir uns hinsetzen und im nullkommanix plötzlich die halbe Dorfgemeinschaft um uns steht und einfach guckt. Oder sich zu einem setzt und einfach nur guckt. Oder auf der anderen Straßenseite stehen bleibt und guckt. Diejenigen, die ein paar Wörter Englisch sprechen können wollen ihr Können auch immer gern nutzen und präsentieren und unterhalten sich ein bisschen mit uns.
Bei einer Pause merkten wir auf einmal wie Christians Fahrrad sich plötzlich ein bisschen bewegte. Und schwupps saß ein Laote schon auf dem Fahrrad und probierte zu fahren. So schnell wie er auf dem Fahrrad saß, so schnell war er auch wieder unten, denn das Fahrrad war viel zu groß und zu schwer. Aber sowohl für uns, für ihn und als auch für alle Kinder war es ein großes Vergnügen. Auch Alfred J. Kwak auf unserem Lenkrad ist für manche Kinder. die ihn entdecken, immer eine tolle Begierde.

In Oudomxay haben wir dann das erste Mal unsere Fahrräder stehen gelassen und haben 3 Tage öffentliche Verkehrsmittel ausprobiert. Soweit unser Entschluss: Fahrrad fahren ist toll!! Hier eine Erklärung: Unser Ziel war Phongsaly, eine kleine Stadt hoch im Norden, 240km Entfernung. Pünktlich um halb 8 stehen wir am Busbahnhof, kaufen Tickets und setzen uns in den Bus. Ein Bus in Laos würde in Deutschland nie TÜV bekommen, wir waren auf alles gefasst. Wir sitzen und warten, der Bus füllt sich langsam, aber jeder steht doch noch mal auf und kommt mit Tüten voller Essen zurück. Nach 9 Uhr geht es dann endlich los, Bus voll, und dann wird erstmal getankt. Wer jetzt noch in den nächsten Dörfern dazusteigt setzt sich einfach vorne auf Reissäcke. Die Strecke zeigt sich als ziemlich kurvig mit vielen Bergen. Da wir schon nah an China sind, haben sich die Laoten hier leider eine Angewohnheit abgeguckt: rotzen, würgen, spucken. Also wird gerotzt was kann, egal ob auf den Boden im Bus oder aus dem Fenster. Christian muss sich manchmal ein bisschen vorbeugen, damit sein Hintermann ihm nicht auf den Rücken statt aus dem Fenster spuckt.

Nach 15 min kommt die erste Baustelle, wir müssen warten, die Hälfte steigt aus und muss schon pinkeln. Danach alle wieder rein. Nach knapp 2 Stunden dann die erste grosße Pause. Neben Essen werden kaputte Plastikhocker geladen. Wer jetzt noch dazusteigt darf auf einem Hocker zwischen Gepäck und Säcken im Gang Platz nehmen. Nach viel Rotzerei geht die Fahrt weiter. In dem einen oder anderen Dorf steigt immer mal jemand ein oder aus. Diesmal sind es 3 Männer und eine Akha - Frau. (Hier im Norden wohnen zahlreiche ethnische Minderheiten mit traditioneller Kleidung. Je weiter man sich von den am meisten befahrensten Straßen entfernt, desto mehr fällt uns auf, dass alte Traditionen und Lebensweisen noch stets erhalten sind. In Städten sieht man zwar oft noch Frauen in ihren traditionellen Sarongs, aber dazu tragen dann manche schon bedruckte T-Shirts und Baseballcaps.)

Pause die 2. - Laote und tout-terrain Akha Frauen

Die Akha Frau, bildhübsch, unterstrichen durch ihre bunte traditionelle Akha-Kleidung, hat faule Zähne und blutet in ihrem Mund. Diese Bild sieht man hier leider öfter durch den Verzehr von Bethel-Nüssen. Es werden Plastiktüten verteilt. Nicht um den Müll zu sammeln, nein, dieser wird sowieso einfach aus dem Fenster geschmissen, sondern…….. .da erleichtert die Akha – Frau neben uns schon ihren Magen. Die volle Tüte wird einfach aus dem Fenster geworfen und landet einem Mopedfahrer fast auf der Schulter. Mittlerweile sind wir vom Staub der unasphaltierten Buckelstraße schon braun gepudert. Die Strasse wird immer unangenehmer. Im nächsten Dorf steigt eine Familie ein, Vater, Sohn, Mutter mit Baby auf dem Rücken. Sichtlich arm, wie viele hier im Bus. Es ist wieder eine Frau in farbenprächtiger Traditionskleidung. Ihre Brüste sind völlig entblößt. Ihr scheint es nicht gut zu gehen.
Bei jedem Anhalten wird gerotzt. Die Akha-Frau übergibt sich zum 4. Mal. Der Bus ist mittlerweile doppelt so voll wie Sitze vorhanden sind. Wir fahren schon über 8 Stunden. Die Mutter stillt unaufhörlich ihr Baby und kotzt dabei zwischendurch in eine Tüte. Der Staub knirscht uns zwischen den Zähnen. Wieder sitzen 2 Männer mit faulen, blutigen Zähnen neben uns im Gang. Der Anblick erinnert mich an unseren allerersten Fahrradtag in Thailand. Damals wollte ich wieder nach Hause, als so ein Mann sich fast über unser Frühstuck beugte. Jetzt ist es schon fast egal.

Nach 10 Stunden kommen wir an und sind eine wertvolle Erfahrung reicher.

Muan Khou - Waschen der Autos, Waesche und Menschen Pause die 1.

Phongsaly liegt auf 1400m und macht daher einen ganz anderen Eindruck als andere Städte. Die Stadt besteht einerseits aus wunderschönen alten Holzhäusern mit Kopfsteinpflastern, andererseits aus hässlichen chinesischen Betongebäuden.

Wir entschlossen uns dazu die Rückfahrt mit dem Boot, ebenfalls öffentliches Verkehrsmittel, anzutreten. Eine wunderschöne 6 stündige Bootsfahrt mit einem Holzboot bestehend aus Holzplanken und Platz für 12 Passagiere (wir wieder die einzigen Touristen), Hühner und viele, viele Säcke. Wir passierten viele Dörfer, die nur über den Fluss zu erreichen sind. Totale Selbstversorger – Dörfer mit Gemüsegärten am Ufer, Vieh und Mini-Tourbinen in den Stromschnellen des Flusses. Die Bootsfahrt gestaltete sich als angenehmer als die Busfahrt, dennoch war Beides eine tolle Bereicherung.
Zurück in Oudomxay freuen wir uns dass unsere Drahtesel wohlbehütet im Schuppen stehen. Die nächsten 3 Tage radeln wir noch durch Laos und werden dann China erreichen....




Meilensteine
01.01.Sukhothai Historical Park 40km 71hm
02.01.Sukhothai nach Phitsanoluk 63km
03.01.Phitsanolouk - homestay im Nirgendwo 80km 570hm
04.01.homestay - Nakhon Thai 26km 140hm
05.01.Nakhon Thai - Dan Sai 50km 721hm
06.01.Dan sai - Phu Ruea 39km 561hm
07.01.Phu Ruea - Loei 54km 460hm
09.01.Loei - Chiang Khan 56km 305hm
11.01.In Chiang Khan 21km 185hm
15.01.Chiang Khan - Pak Chom 60km 239hm
16.01.Pak Chom - Sang Khom 64km 340hm
18.01.Sang Khom - Tha Bo 62km 274hm
19.01.Tha Bo - Nong Khai 32km 20hm
22.01.Nong Khai - Vientiane 30km 80hm
25.01.Vientiane - Na Nan 102km 460hm
26.01.Na Nan - Vang Vien 108km 770hm
28.01.Vang Vien - "Hot Springs" 76km 961hm
29.01."Hot Springs" - Phou Khoun 26km 926hm
30.01.Phou Khoun - Kiew Kacham 52km 1080hm
31.01.Kiew Kacham - Luang Prabang 81km 971hm
06.02.Luang Prabang - Pak Mong 113km 916hm
07.02.Pak Mong - Oudomxay 84km 1686 hm


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