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09.01.09 Loei - Chiang Khan 56km 305hm
Heute sehen wir zum ersten Mal den „Mekong“. Lebensader und Wasserspender von Millionen Asiaten und die natürliche Grenze zu Laos, unserem nächsten Ziel. Gerade sind wir durch die Stadt gefietst mit vielen traditionellen Teak-Häusern. KINDER schwimmen im großen Fluß, spielen mit selbstgebauten Autos aus PET-Flaschen und Kronkorken als Räder. Straßenarbeiter strecken ihre Hand aus, weil sie Laura als weißer Frau die Hand geben wollen. Den Bewohnern in der Grenzstadt scheint es allerdings an nichts zu fehlen.

Chiang Khan - Mekong River. Chiang Khan - Kinder mit selbstgebauten Autos


Wir wohnen in einem sehr liebevoll renovierten Haus mit französischer Architektur und Wohnstil. Der laotische Einfluss ist also schon zu spüren. (Laos war lange Zeit eine französische Kolonie) Das Haus gehört einem thailändischen Künstler, der wohl auch 30 Jahre in Deutschland gelebt hat, leider haben wir ihn aber noch nicht kennengelernt.

schweisstreibender Aufstieg Selbstausloeser- Versuch 1

Hinter uns liegt eine herrliche, allerdings auch sehr anstrengende Fahrt über einen Gebirgszug hier in Nord-Ost Thailand. Wenig besiedelte Berglandschaften, kleine Reisterassen und abwechslungsreiche Übernachtungen. Die Morgende in den Bergen sind deutlich kälter, wir fahren mit Jacken los. Ganz anders. Zum ersten Mal frieren wir und freuen uns auf die wärmenden Sonnenstrahlen. Nach anstrengenden Aufstiegen folgten auch 2 herrliche Abfahrten ins „Mekong Tal“. Die letzte war 10km lang. Nun wissen wir warum unser Zweiradhändler Christian Giltjes uns zu den Scheibenbremsen riet, über die wir mehr als glücklich sind! Auch sonst haben uns unsere Drahtesel bis jetzt treue Dienste geleistet. Mal abgesehen von einem Platten gibt es auch nach 2200 km keine Probleme. Das ist wahrscheinlich auch ein Grund, warum das Radfahren immer noch riesigen Spaß macht.


Homestay. thai-english-Haende-Fuesse Pause


Irgendwo im Nirgendwo nach einer Steigung von 12 % lasen wir ein Schild "Homestay". Sah sehr nett aus. Ein kleiner Steinbungalow neben einem schönen Holzhaus. Wir gingen zur Mutter des Hauses um nach dem Preis zu fragen. Keine Chance, auch mit dem bisschen Thai von unserer Seite. Ein Kind fuhr auf dem Rad vorbei und wurde direkt wieder in die Richtung geschickt aus der es kam. 10 min später kam eine Frau auf einem Moped, wir verstanden, dass ihr das Homestay gehörte, mühevoll auf Thai, Englisch und unserem Wörterbuch. Daraufhin fuhr sie noch einmal weg und brachte einen Mann auf einem weiteren Moped mit... Die beiden fuhren bestimmt 8 mal hin und her und kamen jedes Mal mit etwas neuem für uns an: Decken, Wasser, Kocher, Essen und fegten alles noch einmal. Nach langer Zeit gemeinsam auf der Terrasse mit dem Wörterbuch frug uns die freundliche Frau, ob wir ein Bier trinken wollen. Mh, ja gerne. Die Frau fuhr wieder los. Gerade das Bier geöffnet gab sie uns zu verstehen, dass wir zu dem Bier unbedingt "Khao Lao" essen sollten. Wir gaben ihr 30 Baht (80 cent) und sie fuhr wieder los und brachte sehr leckere Suppe, allerdings mit merkwürdiger Fleischeinlage. Die Thais fahren wirklich für alles mit ihrem Moped, sei es 2 Meter oder 25 Mal hin und her. Die Begegnung war ein total schönes Erlebnis, man wusste nie was sie als nächstes bringt oder will.

Nachbarn kamen 'gucken' Thai cuisine. Kochen mit Mama homestay

In „Dan Sai", 2 Tage später, schliefen wir wieder in einem Homestay, was uns durch die örtliche Bibliothek vermittelt wurde. 2 km aus der Stadt, kein Problem dachten wir. Die Lehrerin Surinam holte uns dort ab und begleitete uns mit ihrem Moped zu Ihrem Haus, allerdings fast 2 km bergauf. Dort angekommen zeigte sie uns in Eile ihr Haus und sagte "Tut so, als ob ihr zu Hause seid" und ging neben an in die Schule um Unterricht zu geben.

Abends kochte sie uns extra große Radfahrerportionen und wir lernten nebenbei noch ein bisschen Thai. Sie selber unterrichtet Englisch in der Schule, ist der Sprache allerdings nicht allzu mächtig. Das reicht aber aus für eine Schule, die sonst keinen Englischlehrer hat. Und verdienen wird sie sicherlich nicht schlecht, denn sie wohnt mit ihrem Mann in einem großen Steinhaus mit gut ausgebauter Küche und Bad mit warmer Dusche und europäischer Toilette.

Nach einer Nacht im Zelt und dem Besuch der netten Provinzhauptstadt „Loei“ sitzen wir jetzt am „Mekong“ und gucken genau auf DIE Palme am anderen Flußufer in Laos, an der wir wahrscheinlich in einigen Tagen genau vorbei radeln werden. Wenn wir wollten, könnten wir jetzt unsere Fietsen durch den „Mekong“ tragen und in Laos unsere geplante Route weiter fahren. Aber wir wollen hier am Mekong auf thailändischer Seite noch einige Tage verbringen, damit wir nicht das Himalaya im tiefsten Winter erreichen. Vor uns liegen jetzt noch 200 km bis „Nong Khai/Vientienne“, dem Grenzübergang zu Laos.

Während ich das jetzt hier gerade tippe werden wir von Thais eines Guesthouses zum Essen eingeladen, Christian sitzt gerade in der Küche und schnibbelt Möhren, neben mir werden die Bastmatten ausgebreitet, denn gegessen wird immer auf dem Boden. Echt nett. Wir finden es echt schön, dass ihr unsere Reise so regelmäßig begleitet und freuen uns immer von euch zu hören, zu lesen!!



Meilensteine
01.01.Sukhothai Historical Park 40 km 71 hm
02.01.Sukhothai nach Phitsanoluk 63km
03.01.Phitsanolouk - homestay im Nirgendwo 80km 570hm
04.01.homestay - Nakhon Thai 26km 140hm
05.01.Nakhon Thai - Dan Sai 50km 721 hm
06.01.Dan sai - Phu Ruea 39km 561hm
07.01.Phu Ruea - Loei 54km 460hm
09.01.Loei - Chiang Khan 56km 305hm



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