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08.05.09 Nainital, Tachostand: 5575 km

Seit unsere Räder wieder bergauf- und ab fuhren veränderte sich auch die Umgebung, die Menschen und vor allem wir. Unser Gefühl in Indien zu radeln hat sich stark zum Positiven gewendet. Wir haben das Gefühl in Indien angekommen zu sein. Die Menschen, die wir hier treffen, sind nach wie vor wahnsinnig freundlich und interessiert, die Menschen hier in den Bergen lassen einem genug Raum zum Atmen und machen schöne Begegnungen möglich.

Bevor unsere Räder wieder ins Rollen kamen erlebten wir noch die tägliche Aarti Zeremonie am Ganges. Es ist sehr faszinierend zu erleben, wie Menschen 365 Tage im Jahr sowohl Sonnenaufgang als auch Sonnenuntergang feiern. Als die Sonne unterging standen alle auf, richteten sich zur Sonne, entzündeten die heiligen Feuer, klatschen und sangen lauter als zuvor, genossen es im Ganges zu stehen, sich von seinem Wasser reinigen zu lassen und sein Wasser zu trinken. Auch wir konnten Rishikesh nicht verlassen um uns wenigstens einmal von der Yogawelle mitreißen zu lassen.

Wie gesagt, es ging in die Berge. Das wussten wir. Wir wussten auch, dass es wahrscheinlich nicht bergiger wird als Strecken, die wir bereits gefahren waren. Allerdings diese Strecke in der heißesten Jahreszeit Indiens zu fahren stellte sich als "ungesund" heraus. Auf den flachen Strecken konnten wir mit den Temperaturen durch den Fahrtwind noch ganz gut umgehen, in den Bergen dachten wir dass die Sonne uns vom Asphalt brennt. Nach dem ersten Tag ging es uns reichlich schlecht, sodass wir uns entschieden nur noch kurze Etappen in den frühen Morgenstunden zu fahren. Auch das stellte sich am nächsten Tag nicht als die Lösung heraus. Dazu kam, dass wir leider vor ein paar Tagen das falsche Essen erwischt hatten.

Bei Rudraprayang - Unser Laster Tout Terrains auf dem Kieslaster

Weiter ging es für 30 km auf dem Rücken eines Kieslasters mit 2 netten Jungs. In Karnaprayang wollten wir dann die letzten 180 km zum Rand der Berge mit dem Bus zurücklegen.

Da es keinen Ticketschalter gab, erkundigten wir uns bei den verschiedenen Personen nach den Bussen und Abfahrtszeiten nach Nainital:

- im Hotel: 9.00 Uhr
- beim Schneider: 8.30 Uhr, umsteigen in Almora
- beim Farbenladen: 6.00 Uhr, 7.00 Uhr und 9.00 Uhr und Abends
- beim Bäcker: 5.00 Uhr, nur 1 Bus am Tag
- bei der Polizei: keine direkte Verbindung
- beim Doktor: 5.00 Uhr aber auch später
- Polizei suchte uns um uns mitzuteilen: doch um 6.30 Uhr ein Bus

Wir entschieden einfach um 6.00 Uhr mit Sack und Pack bei den Bussen zu stehen um abzuwarten was der Tag wohl bringen wird. Abends lernten wir noch ein nettes indisches Pärchen kennen die uns vorschlugen, gemeinsam mit einem Taxijeep zu fahren. Das kam uns sehr gelegen, da die Fahrräder besser auf dem Jeep aufgehoben sind als auf dem Dach des Bussen zwischen dem Gepäck von 30 Anderen.

Bergstrasse nach Nainital Nainital - Bazaar


Nach den 8 Stunden für knapp 200 km erreichten wir Nainital, einem netten touristischen Städtchen auf 1900 m mit einem Vulkansee. Hier erleben wir wie Inder, die es sich leisten können, Urlaub machen. Nebenbei leeren wir gerade die Reiseapotheke und so geht es unseren Mägen stetig besser. Wir sind echt froh, dass wir alles dabei haben (Danke Rolf und Ulrich).

Gestern waren wir auf dem Berg bei einem kleinen tibetischen Kloster und bekamen eine kleine Führung von einem Tibeter. Es leben rund 50 tibetische Familien und 10 Mönche hier in Nainital. Bei dem Anblick einer alten Omi, die die Gebetstrommel in einem Stuhl in der Sonne drehte, fühlten wir uns 2 Monate in unserer Reise zurückversetzt. Der Unterschied zu China ist allerdings dass die Tibeter hier freie Meinungsäußerung genießen und so sahen wir auch das Bild des heiligen Dalai Lamas im Mittelpunkt des Klosters. Im Gespräch mit dem jungen Tibeter und seiner Freundin erzählten wir von unseren tibetischen Erfahrungen in der Grenzregion zu Tibet und das Kloster was wir besuchten. Mit leuchtenden Augen fragte er uns: "Sieht unser Kloster gleich aus?“. Die beiden waren noch nie in Ihrer eigenen Heimat.

Morgen rollen die Räder wieder in die Ebene Indiens und wir machen uns auf die 3 tägige Reise nach Nepal. Irgendwie ist es schon ein komisches Gefühl das letzte Land unserer Reise zu bereisen. Umso mehr freuen wir uns das Himalaya am Ende doch noch sehen zu dürfen.

Namaste,

Laura und Christian




Meilensteine
02.05.2009Rishikesh - Deoprayang 67 km 1105 hm
03.05.2009Deoprayang - Srinagar 40 km 395 hm
04.05.2009Srinagar - Karnaprayang 31 km 532 hm


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Ältere Tagebucheinträge


30.04.09 - Rishikesh
23.04.09 - Delhi/Indien
13.04.09 - Hanoi
03.04.09 - Yen Chau
24.03.09 - Kunming
15.03.09 - Shangri La/Zhongdian/Gyalthang
03.03.09 - Lijang
24.02.09 - Dali (Nord – Yunnan/China)
14.02.09 - Oudomxay
01.02.09 - Luang Prabang
21.01.09 - Nong Khai
09.01.09 - Loei - Chiang Khan
02.01.09 - Phitsanoluk
21.12.08 - Krung Thep (Bangkok)
07.12.08 - Prachuap Khirikhan
25.11.08 - Khura Buri
21.11.08 - Ton Sai Beach
13.11.08 - Krabi, in der Nähe von Rai Leh Beach
05.11.08 - 09.11.08 - Ankunft und die ersten Tage
01.11.08 - 4.11.08 - letzten Tage vor dem Abflug