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03.07.09 Kathmandu – Everest Base Camp Trek Tachostand: 6609 km

Bandh (Streik)! Während wir es genossen haben während eines Streiks von Pokhara nach Kathmandu zu radeln und die verkehrsfreien Straßen befuhren, erfuhren wir diesmal die Kehrseite. Bandhs gehören zum Alltag jeden Nepalis und auch Reisenden und legen manchmal das komplette Land still.



Auch unseren Bus zum Startpunkt unserer Wanderung! “Nepal closed today, Mr!”, hieß es von einem Straßenverkäufer. Somit frühstückten wir nicht im Bus nach Jiri, sondern zurück im Garten unseres Guesthauses in Kathmandu. Wir genossen den Tag dann schließlich ohne Verkehr in den Gassen von Kathmandu. Mit geschlossenen Läden, Barrickaden auf den Straßen, brennenden Autoreifen und Demonstranten die mit Knüppeln durch die Straßen zogen. Das Ganze hört sich äusserst dramatisch an, ist es aber eigentlich nicht. Für Touristen, die Menschenmengen meiden, ein guter Tag um einmal Kathmandu ohne Verkehrschaos zu genießen.


Nachdem unser Guesthouse-Besitzer uns mitteilte, dass der Streik anhalten könne, kauften wir uns doch das Flugticket nach Lukla, da Airlines zum Glück nicht streiken. Am nächsten Morgen streikten zwar erstmal die Wolken, mit denen die kleinen Flugzeuge ohne Radar nicht fliegen können, aber nach vier Stunden warten und einem spannenden 40minütigem Bergflug landeten wir auf der wohl steilsten Landebahn der Welt, in Lukla. Christian hatte während dem Flug das Vergnügen neben einer alten Tibeterin zu sitzen, die den ganzen Flug kontinuierlich an ihrer Gebetskette drehte und laut betete und immer wenn es etwas auf und ab ging Christian panisch in den Oberschenkel krallte. Wir sahen es als gutes Omen sie mit uns an Bord zu haben und waren wohl alle froh, als wir den Boden erreichten.

Lukla -Landebahn Christian und ein Porter


Lukla war erstmal reinstes Aufatmen – unglaublich frische Luft und kühle Temperaturen nach den Tagen in Kathmandu. Der erste Wandertag in den Bergen des Himalayas begrüßte uns mit unheimlich netten Bergdörfern, Yak-Herden und strahlender Sonne. Uns begegneten Porters, Träger, die eine für uns unvorstellbare Masse an Gütern durch die ganze Bergregion auffwärts transportieren. Das Tragesystem besteht lediglich aus einem Stück eines Reissackes für den Kopf mit an beiden Enden ein Seil befestigt um die Waren festzubinden. Sowohl alle Lebensmittel,die hier in der Berggegend verzehrt werden, als auch Holzbalken für Hausbauten, Material für Everestexpeditionen, Rücksäcke für Touristen, die Porter für ihre Wanderung mieten und vieles mehr wird komplett durch Porter, und auch einige Yaks, transportiert.

Blick auf Namche und Porters Khumjung


Während des ersten Tages fragten wir uns, warum wir alle paar Minuten an einer Lodge vorbeiliefen und aber keinem anderem Tourist begegneten. Beim Eingang und Registrierung in den Sagarmatha National Park fanden wir ein Schild, auf dem wir die Antwort fanden. Dadurch, dass wir in der absoluten Nebensaison unterwegs waren, waren wir so gut wie die Einzigen Wanderer unterwegs, aber in der Hauptsaison waren es letztes Jahr bis zu 9000 in einem Monat, die sich auf den Weg machten, um den höchsten Berg der Welt zu sehen! Wir nahmen dafür gerne die paar Wolken in Kauf und genossen die Einsamkeit auf dem ganzen Trek. Den zweiten Tag trafen wir auf einen buddistischen Mönch, der auch auf dem Weg aufwärts war zu seinem zu Hause, dem Kloster in Tengboche auf 3900m. Wir wanderten den ganzen Tag bis Namche Bazaar mit ihm zusammen und er lud uns zu sich ins Kloster ein, wenn wir dieses in ein paar Tagen erreichen werden.

Khumjung - Sherpas Khumjung - andere Sherpas


In Khumjung hatten wir das Glück, genau am richtigen Zeitpunkt dort zu sein und 2 Tage ein Bergfestival miterleben zu dürfen. Das war eine gute Gelegenheit um uns an die Höhe zu gewöhnen und nutzten also das Festival, mit einem Halbmarathon, Musik und traditionellem Essen und Tanz am Abend, als Akklimatisationstag. Während des Tages sahen wir zahlreiche Sherpa, die Bewohner der Khumbu Region, die Kleidung verschiedenster internationaler Expeditionen trugen. Sir Edmund Hillary bestieg gemeinsam mit Tenzing Norgay den Gipfel des Mount Everest als erster Mensch auf Erden. Auch Tenzing Norgay ist Sherpa und diese sind seither berühmt für die Unterstützung der Bergsteiger und sehr angesehen. Mit Blick auf dem Ama Dablam, einer der weniger hohen aber sehr bemerkenswerten Gipfeln der Region, starteten wir den Tag um am Abend den Mönch im Tengboche Kloster zu besuchen. Auf dem Weg trafen wir dann unser Weggefaehrten, Liz, Sam und Alan, die uns auf dem gesamtem Trek begleiteten.

Christian, Laura, Liz, Alan bei Dingboche

Nach einem steilen Aufstieg trafen wir dann letzendlich in Tengboche ein und wurden auf einen Tee ins Kloster eingeladen. Zum Abschluss der sehr interessanten Begengnung wurde uns noch ein creme-weisser Schal und ein rotes Band um den Hals geknotet. „Für ein langes Leben und Gluck für die Reise“ verabschiedete er uns. Total gerührt liefen wir zur Unterkunft und verbrachten einen schoenen Abend. Bis nach Gorak Shep, der letzten Siedlung vor dem Base Camp liefen wir durch die voellig bewölkte Landschaft. Die Auswirkungen der Höhe machten dem Einen weniger, dem Anderen mehr aus. Kopschmerzen, unruhiger Schlaf, allgemeines Unwohlsein und vor allem das Atmen in der höhe während des Laufens machte uns zu schaffen. Am Platz, an dem die meissten Everest Abenteuergeschichten starten, angekommen waren wir sehr überrascht dass das Base Camp mitten auf dem mit Fels und Eis bedeckten Khumbu Gletscher liegt und nicht zum 4-wöchigem Verweilen einlät. Am nächsten Morgen um 3 Uhr zeigten sich alle Sterne am Himmel anstelle von Wolken wie in der gesamten letzten Woche. Wir brachen gemeinsam auf um Kala Pattar, einem Gipfel auf 5545 m, zu besteigen. Der Aufstieg war eiskalt und durch die dänne Luft wurde das Atmen erschwert. Dennoch erreichten wir alle den Gipfel puenktlich zum Sonnenaufgang und sahen wie die Sonne die Flanken des Mount Everest und seinen Schwestern und Brued ern anstrahlte. Dieser Augenblick war etwas ganz Besonderes und wir wussten beide das dieses das Ende unserer Reise markieren sollte.

glueckliche Bergsteiger Gipfelfoto Kala Pattar

Mit einem glücklichen und auch traurigem Gefühl sassen wir nun nach 3 Tagen Rückmarsch und 3 Tagen Warten auf besseres Flugwetter in Lukla in einer dieser kleinen Flugzeuge, die uns vor circa 2 Wochen in die schüne Khumbu Region flog.

Tashidelek,
Laura & Christian

Ihr könnt uns erreichen falls wir mit dem Handy zufällig mal Empfang haben. Also öfter mal probieren wenn Ihr möchtet.

Die Nummer: 00977 9806413058





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14.06.09 - ZIEL! Kathmandu Tachostand: 6609km
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09.01.09 - Loei - Chiang Khan
02.01.09 - Phitsanoluk
21.12.08 - Krung Thep (Bangkok)
07.12.08 - Prachuap Khirikhan
25.11.08 - Khura Buri
21.11.08 - Ton Sai Beach
13.11.08 - Krabi, in der Nähe von Rai Leh Beach
05.11.08 - 09.11.08 - Ankunft und die ersten Tage
01.11.08 - 4.11.08 - letzten Tage vor dem Abflug