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03.04.09 Yen Chau, Tachostand 4877 km Xin Chao

Eine Nacht im Bus zur Grenze Richtung Vietnam und nachdem wir unsere Fietsen aus dem Kofferraum des Busses mit geschätzten 5mm dicken Staubschicht, einigen Kratzern und Ketten paniert wie Wiener Schnitzel, machten wir uns nach einer Nudelsuppe auf zur Grenze nach Vietnam. Ehrlich gesagt waren wir schon ein bisschen erleichtert, als wir den Ausreisestempel von den chinesischen Grenzbeamten erhielten. Und umso mehr, als die Vietnamesen uns 10 Minuten später in ihr Land aufnahmen!

Kunming(China) - Fietsen im Bus vor Sapa(Vietnam) - Aufstieg im Nebel


Schnell einen Kaffee nach der holprigen Nacht im Bus...schon hier der feine Unterschied: In jedem Land gibt es wieder neue Ess/- und Trinkkulturen. Der Kaffee kam mit einem "Kaffeefiltertassenaufsatz" und wir mussten uns von den Jungs erstmal erklären lassen wie wir den jetzt zu trinken hatten. Und dann...umziehen! Oh ja, wir merkten ziemlich schnell, dass wir wieder in Südostasien waren, ganz schnell hatten wir wieder die kurze Hose an und fuhren die 40km bergauf nach Sapa, unserer ersten Station in Vietnam.

Schon auf der ersten Etappe merkten wir dass die Menschen in Vietnam aufgeschlossener und viel freundlicher sind, was sich bis jetzt bestätigte. Zum Beispiel: jedes "Hello" zu erwidern ist manchmal anstrengender als Fahrrad zu fahren, wenn das Fahrrad fahren doch anstrengend ist schieben ein paar Kinder einen schon mal ein Stückchen hoch, wir bekamen schon 10malige Einladungen zum Essen, Reisschnaps, Schlangenwein etc., LKW- Fahrer luden uns auf ihren 40Tonner ein (abgelehnt), ein Mopedfahrer zog die müde Laura 50m den Berg hoch, Baustellenarbeiter unterhielten sich lang mit uns in Zeichensprache und fragten schließlich ob Laura sie heiraten wollte, Kinder leisten einem Gesellschaft beim bergauf fahren, Lehrer lassen einen in der Dorfschule schlafen...und so könnten wir jetzt weiter machen.

Wenn wir von Menschen in Vietnam sprechen, dann meinen wir alle verschiedenen Bergvölker und Lowlandsvietnamesen, die hier im Nordwesten von Vietnam leben. Man erkennt sie an der verschiedenen Trachten und Farben ihrer Kleidung. Wir erlebten unter anderem auch, dass manche Bergvölker noch scheinbar nie einen weißen Fahrradfahrer gesehen hatten, denn manche liefen so schnell sie konnten von uns weg, als sie uns sahen. Eine komische Erfahrung, aber sicherlich verständlich.

Entschieden für die bergigsten Teil Vietnam hatten wir uns, nachdem wir nun schon mal in Nordlaos und den Ausläufern des Himalayas gefietst sind, und dachten dass es für uns natürlich überhaupt kein Problem werden würde....dann 40km bergauf, höchster Pass in Vietnam, Steigungen wie 13%, 15%, 12%, ein Drittel der Strassen unasphaltiert wegen Baustellen, fast täglich Regen (für uns völlig neu nach 5 Monaten trockenem Wetter), Gewitter, Nebel, Matsch, und am ersten Tag direkt 40 Grad...

Das wird auch der Grund sein, warum hier alles so verdammt grün ist und so wenig Verkehr ist. Die Strassen sind umgeben von unheimlich schönen Landschaften und das Fahrrad fahren macht hier wirklich Spaß, wenn auch sehr anstrengend.

Dennoch...wir denken noch oft an Tibet und unserem ersten Plan der Reiseroute, unserem eigentlichen Ziel. Nachdem wir 2 Radfahrer getroffen haben, die mit einem gültigen Visum erst gar nicht die Grenze zu China überschreiten durften, sind wir umso glücklicher, dass wir die ersten Eindrücke Tibets sammeln durften.

Und die ganzen tollen Erlebnisse, die wir hier schon in Vietnam mit den Menschen erleben durften lassen das Ganze ein bisschen vergessen.
Eins der sicherlich spannendsten Erlebnisse war unsere Übernachtung in einem Bergdorf. Nachdem wir die Strecke völlig unterschätzt hatten fragten wir in der Dämmerung in einem Dorf oben auf einem Berg, ob wir hier unser Zelt aufbauen durften. Nach langen Zeichensprachengesprächen erst mit den zahlreichen Kindern (die einem natürlich immer erst entgegenstürmen) trafen wir auf die Lehrerin der Dorfschule, die anscheinend das ganze Dorf "leitete".

Muong Mun - Dorfkinder gucken weisse Menschen an Muong Mun - unser zu Hause fuer einen Tag, die Dorfschule

Sie machte uns verständlich, dass wir auch gerne im Klassenraum schlafen durften. Das nahmen wir gerne an! Die ersten 2 Stunden verbrachten wir mit 100% Aufmerksamkeit der gesamten Dorfbevölkerung. Wir saßen dort auf den Stufen und um uns herum standen in 1m Abstand gezählte 38 Personen ohne alle Kinder die auf jeglichen Rücken geschnürt waren. Und guckten. Guckten und guckten. und wir guckten einfach zurück. Was sollten wir anders machen, selbst beim umziehen genossen wir vollkommene Aufmerksamkeit. Mit unserem kleinen Wörterbuch versuchten wir zum Teil kleine Konversationen zu Stande zu bringen. Abends wurden wir von der Lehrerin zum Essen und Reisschnaps ins Lehrerzimmer und zugleich Schlafzimmer eingeladen, demwohl heiligsten Zimmer des Dorfes.

Nach einer guten Nacht im Klassenzimmer und wieder Zahlreichen Zuschauern beim Zähne putzen usw. brachen wir schnell auf, um den Dorf- und Schulalltag nicht weiter zu stören.

Seit heute fahren wir ständig an Kilometersteinen mit der Aufschrift "Hanoi" vorbei, die uns sagen, dass wir wohl noch 4 Tage fietsen bis wir die Hauptstadt erreichen werden.

Und dann? Dann werden wir herausfinden, ob sich unser Plan E ausführen lässt. Wenn wir einen Flug nach Dehli, Indien, bekommen, fietsen wir von da aus zu unserem Ziel, Kathmandu. Auf unserem Weg erwarten wir keine Ostereier, dafür euch umso mehr!

Christian und Laura




Meilensteine
Hekou (China) - Sapa (Vietnam) 40km 1504hm
Sapa - Lai Chau 75km 1297hm
Lai Chau - Muong Lai 105km 1234hm
Muong Lai - Muong Mun 59km 1386hm
Tuan Giao - Son La 85km 1396hm

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Ältere Tagebucheinträge


24.03.09 - Kunming
15.03.09 - Shangri La/Zhongdian/Gyalthang
03.03.09 - Lijang
24.02.09 - Dali (Nord – Yunnan/China)
14.02.09 - Oudomxay
01.02.09 - Luang Prabang
21.01.09 - Nong Khai
09.01.09 - Loei - Chiang Khan
02.01.09 - Phitsanoluk
21.12.08 - Krung Thep (Bangkok)
07.12.08 - Prachuap Khirikhan
25.11.08 - Khura Buri
21.11.08 - Ton Sai Beach
13.11.08 - Krabi, in der Nähe von Rai Leh Beach
05.11.08 - 09.11.08 - Ankunft und die ersten Tage
01.11.08 - 4.11.08 - letzten Tage vor dem Abflug